Die Pharmasparte in Třinec gedeiht
Die Aktiengesellschaft Walmark stellte im Jahr 2005 ihre Buchführung um und ging vom Kalenderjahr zum sgn. Wirtschaftsjahr (vom 1.6. bis 31.5. des Folgejahres) über. Der offizielle statutarische und konsolidierte Rechnungsabschluss für 2005 wurde folglich erst zum 31.5.2006 aufgestellt. „Der erste Übergangszeitraum dauerte demzufolge ganze 17 Monate vom 1.1.2005 bis zum 31.5.2006. Aus diesem Grund liegt uns der konsolidierte Rechnungsabschluss einschließlich Bestätigungsvermerk erst jetzt vor. Das Wirtschaftsjahr spiegelt nämlich den saisonbedingten Charakter der Pharmaproduktion besser wider“, stellt Pressesprecherin Kateřina Ondřejková klar.
Der konsolidierte Umsatz der ganzen Walmark-Gruppe, der den Umsatz der Muttergesellschaft sowie der Töchter einbezieht, betrug im Wirtschaftsjahr 2005 2 997 Mio. CZK, was einem Rückgang von 23% gegenüber dem Vorjahr entspricht. „Dieser Rückgang ist ebenfalls auf die bereits dargelegten Gründe zurückzuführen. Wir erwarten, dass das schnelle Wachstum unserer Aktivitäten in der Pharmasparte die ausgebliebenen Erträge aus dem Verkauf der alkoholfreien Getränke innerhalb der Gruppe bis Ende dieses Kalenderjahres voll ersetzt, und zwar beim erheblich höheren Mehrwert. Laufende Ergebnisse für das 1. Halbjahr 2006, wann die Firma einen zwischenjährigen Umsatzanstieg gegenüber dem vergleichbaren Zeitraum 2005 um weitere 21% verzeichnet hat, bestätigen die Durchführbarkeit unserer Pläne.“ stellt Herr Macura fest.
Die wichtigste Wachstumsquelle stellen nach wie vor die Stärkung der Geschäftsaktivitäten im Ausland und die Ausdehnung in neue Marktsegmente dar. Das Netz der ausländischen Walmark-Niederlassungen, bestehend aus Tochtergesellschaften in der Slowakei, in Rumänien, Polen, Ungarn, Litauen und in der Ukraine, wurde um eine weitere Niederlassung in Bulgarien erweitert. Am dynamischsten entwickelten sich im Vorjahr Niederlassungen in Ungarn und Rumänien. Dazu bemerkt Herr Macura: „Walmark ist derzeit der Marktführer auf dem Nahrungsergänzungsmittelmarkt nicht nur in Tschechien und in der Slowakei, sondern auch in Rumänien und Bulgarien. In Polen ist sie die Nummer zwei, in Ungarn belegt sie den dritten Rang und in Litauen rangiert sie zwischenzeitlich unter den ersten fünf“.
Außer Produktverkauf mittels der eigenen Auslandsniederlassungen stieg dank der neuen Standorte der Export in andere Länder zwischenjährig um 21% an. Derzeit exportiert Walmark in 24 Länder weltweit, d.h. nicht nur in Europa, sondern auch im Mittleren und Fernen Osten. Der Exportanteil am Umsatz der Muttergesellschaft stieg im Vorjahr von 23% auf 40%. Bezüglich des konsolidierten Umsatzes der Walmark-Gruppe wurde im Wirtschaftsjahr 2005 auf den Auslandsmärkten sogar 56 % realisiert, 17% mehr als im Vorjahr. Walmark hat von einem nationalen Unternehmen zum internationalem Player in Mittel- und Osteuropa mutiert, der die meisten Umsätze im Ausland erzielt. Herr Macura erklärt: „Obwohl der Schwerpunkt unserer Geschäftsaktivitäten weiterhin insbesondere in der Produktion und dem Verkauf der Nahrungsergänzungsmittel liegt, zukünftig rechnen wir mit steigenden Erlösen aus dem Arzneimittelverkauf. Im Herbst letzten Jahres wurde das Arzneimittel-Portfolio um zwei Präparate bereichert: Trigrip (ein frei verkäufliches Arzneimittel zur Behandlung der Grippensymptome und der Erkältung) und Emoxen Gel (ein Antirheumamittel zur Behandlung der rheumatischen und nichtrheumatischen Schmerzen des Bewegungsapparates für lokale Anwendung). Derzeit gibt es auf dem Markt bereits 4 Arzneimittel und demnächst sollen weitere folgen.“
Trotz Investitionen in Höhe von 354 Mio. CZK setzt Walmark den eingeschlagenen Weg zur Stärkung ihrer Finanzstabilität fort. Die Verschuldung, ermittelt als Verhältnis der eigenen und sonstige Passiva zum Eigenkapital, ging von 0,80 zum 31.12.2004 auf 0,53 zum 31.5.2006 zurück. Dass Walmark eine finanziell gesunde Firma ist, bestätigen auch Ratingergebnisse. Die Rating-Agentur CRA Rating Agency stufte auf Grundlage der letzen im Juli 2005 durchgeführten Analyse die internationale Ratingbewertung der Walmark auf Baa hoch und bestätigte das lokale Rating CzA/CzP-2. Infolge Übernahme der CRA Rating Agency durch die Weltagentur Moody´s, wurde die Methodik für die Vergabe der nationalen Ratigs abgeändert und die bisherige Ratingbewertung CzA im August 2006 entsprechend dem neuen nationalen Moody´s Rating zu A3.cz umklassifiziert.
Die Aktiengesellschaft Walmark beschäftigt 902 Mitarbeiter, 418 davon bei der Muttergesellschaft in Třinec.
WALMARK wurde im Jahr 1990 gegründet und erweiterte ihre Aktivitäten schrittweise auf mehrere Branchen. Seit einigen Jahren wird die strategische Orientierung der Firma auf die Pharmabranche festgelegt. Nach dem Verkauf der Agrarsparte im Jahr 2001 und eines Großteiles der Getränkesparte am Jahresende 2004 konzentriert sich die Firma auf den Nahrungsergänzungsmittel- und Arzneimittelmarkt. Im Jahr 2001 wurde das Unternehmen von der Gesellschaft mit beschränkter Haftung in eine Aktiengesellschaft umgewandelt und befindet sich aktuell im Besitz von 9 Aktionären, inländischen natürlichen Personen.
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